Im Rahmen des Screendesign-Projekts 2024 wurde ein Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive (CDA) entwickelt. Ziel war es, das bestehende Designkonzept zu modernisieren, zu erweitern und die Kommunikationsaufgabe des Archivs gezielt zu optimieren. Während das Redesign der Startseite darauf abzielt, Neugierde zu wecken und aktuelle Informationen prominenter zu platzieren, wurde die Artikelseite darauf ausgelegt, weiterführende Inhalte intuitiv zu suggerieren, um das Interesse der Nutzer zu steigern.
Das bestehende Design hatte klare Schwächen: Die visuelle Hierarchie war unklar, relevante Inhalte gingen unter, und die Navigation wirkte verstreut und wenig intuitiv. Zudem war die Gestaltung sehr textlastig, wodurch Kunstwerke nicht ausreichend im Fokus standen. Auch die Call-to-Actions waren unauffällig platziert, was die Nutzerführung erschwerte. Diese Probleme wurden durch eine klarere Struktur, eine optimierte Navigation sowie eine interaktive und ästhetisch ansprechende Gestaltung gezielt angegangen.
Das neue Design setzt auf visuelle Klarheit, Ergonomie und eine intuitive Nutzerführung. Die Inhalte und Kunstwerke stehen im Mittelpunkt, wobei überflüssige Gestaltungselemente entfernt wurden. Eine durchdachte Anordnung von Weißraum, klare Typografie und logische Strukturierung verbessern die Lesbarkeit und Nutzerführung. Die Navigation wurde vereinfacht, indem verstreute Menüpunkte in einem offenen Header-Menü zusammengeführt und durch ausklappbare Unterpunkte ergänzt wurden. Des weiteren wird die Seite auf der man sich befindet durch einen gelb unterstrichenen Menüpunkt angezeigt, um dem Nutzer eine minimalistische Breadcrumb Navigation zu geben, die dem Nutzer immer anzeigt wo ers sich gerade befindet. Zudem sorgt eine reduzierte, aber gezielt eingesetzte Farb- und Typografiehierarchie für eine stärkere visuelle Orientierung.
Im Zuge des Redesigns wurden mehrere Screens entwickelt, darunter die Startseite sowie drei Artikelseiten zu Forschung, Lucas Cranach und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Diese Screens setzen das Designkonzept konsequent um. Die Startseite empfängt den Nutzer mit einem heroischen Kunstwerk als visuellem Anker und setzt auf eine prominent platzierte, horizontal scrollbare Aktuelles-Leiste, die schnell über neue Inhalte informiert. Eine verbesserte Call-to-Action-Struktur sorgt dafür, dass der Nutzer gezielt durch die Seite geführt wird und wichtige Inhalte wie die Sammlung, dargestellt durch 3 Buttons leicht zugänglich erreichen kann. Die Artikelseiten wurden dynamischer gestaltet: Sehr lange Textblöcke wurden durch ausklappbare Absätze verkürzt, um die Inhalte kompakter und übersichtlicher machen. Die Bild-Text-Anordnung wurde optimiert, sodass Kunstwerke den visuellen Rahmen geben und den Lesefluss intuitiv unterstützen.
Die Umstrukturierung führte zu spürbaren Verbesserungen in der Nutzerführung. Die neue Navigation erleichtert das schnelle Auffinden von Inhalten, während die Startseite durch klare Ankerpunkte ein visuelles Leitsystem schafft. Die Artikelseiten wirken durch ihre neuen interaktiven Elemente lebendiger und ermöglichen es den Nutzern, gezielt zwischen den Abschnitten zu navigieren. Durch die konsequente Umsetzung einer modernen visuellen Hierarchie wird der Fokus auf die Kunstwerke gelenkt, während gleichzeitig wissenschaftliche Inhalte verständlich und leicht zugänglich präsentiert werden.
Gestalterisch basiert das Konzept auf der Übernahme und gezielten Akzentuierung des bestehenden Farbschemas. Bestehende Designelemente wurden übernommen, sofern sie die Kommunikationsaufgabe unterstützten, während neue visuelle Hierarchien durch die optimierte Typografie, den gezielten Einsatz von Weißraum und interaktive Elemente geschaffen wurden. Das Ergebnis ist eine minimalistische, funktionale und gleichzeitig visuell ansprechende Gestaltung, die eine zeitlose Ästhetik bewahrt. Auch die mobile Optimierung wurde berücksichtigt: Die Navigation wird über ein Hamburger Menü geöffnet und ist durch ausklappbare Inhalte kompakter und leichter zugänglich, was insbesondere auf kleineren Bildschirmen für eine intuitive Benutzerführung sorgt.
Das Redesign des CDA schafft eine klare Struktur, moderne Ästhetik und eine verbesserte Funktionalität. Die Umsetzung erfüllt die gesetzten Kommunikations- und Interaktionsziele, indem sie die Lesbarkeit erhöht, die Navigation vereinfacht und den Fokus auf die Kunstwerke stärkt. Durch die harmonische Integration in das bestehende Design, die Optimierung der Nutzerführung und eine moderne visuelle Sprache wurde ein zeitloses und ergonomisches Screendesign geschaffen, das das Archiv langfristig zugänglich und ansprechend macht.