Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive


Daria Zecha & Rina Meisenhelter

Kontext
Cranach Digital Archive (CDA)
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2024/25
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Im Screendesign-Projekt 2024/25 „Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive“ sollte ein Gestaltungs- und Interaktionskonzept entwickelt werden, welches den Designstandards von Museen, Kunst und Kultur entspricht und die Kunstinhalte in den Fokus rückt. Das Konzept präsentiert den redaktionellen Bereich der bestehenden Website lucascranach.org in einem modernen, minimalistischen, barrierefreien und klar strukturierten Stil. Es harmoniert, anhand des Style-Guides mit warmen Tönen und kontrastreichen, dunkleren Grautönen, mit den Artefakt Seiten und der Suche. Zudem wurde die Website für Smartphones, Tablets und WIMP-fähige Computer optimiert. Die Hauptzielgruppe umfasst Kunstinteressierte, Kunsthistoriker, Wissenschaftler, Akademiker, Schüler, Studierende und Kostümbildner.

Für die Entwicklung des Redesigns wurde eine interdisziplinäre methodische Herangehensweise gewählt, die qualitative und quantitative Analyseverfahren kombiniert. Zunächst wurde eine detaillierte Zielgruppenanalyse durchgeführt, um deren spezifische Bedürfnisse zu identifizieren. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde eine Wettbewerbsanalyse durchgeführt, um Best Practices vergleichbarer Plattformen zu evaluieren und differenzierende Designmerkmale herauszuarbeiten. Hierbei wurden insbesondere Websites von Museen, digitalen Archiven und wissenschaftlichen Datenbanken analysiert, um effektive Strategien für die Darstellung umfangreicher Inhalte abzuleiten.

Parallel dazu erfolgte eine umfassende Content- und Layout-Analyse, um die bestehenden Inhalte strukturell zu optimieren. Dabei lag der Fokus darauf, wie textintensive Seiten durch visuelle Hierarchien und interaktive Gestaltungselemente zugänglicher und leichter erfassbar gemacht werden können. Dies beinhaltete unter anderem die Untersuchung verschiedener Typografie- und Farbkonzepte anhand des Styleguides sowie die Entwicklung einer kohärenten visuellen Sprache.

Ein zentraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses war das iterative Prototyping mit dem Design-Tool Figma. Durch die schrittweise Erstellung von Low- und High-Fidelity-Mockups konnten unterschiedliche Designvarianten getestet und kontinuierlich optimiert werden. Tests wurden in mehreren Zyklen durchgeführt, um das Feedback in den Designprozess einfließen zu lassen. Dabei wurden insbesondere verschiedene Navigationsstrukturen, Farbkombinationen und Interaktionsmechanismen evaluiert, um die optimale Balance zwischen Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität zu erreichen.

Das finale Designkonzept stellt eine ganzheitliche Lösung dar, die funktionale und ästhetische Aspekte berücksichtigt. Die optimierte Informationsarchitektur, die interaktiven Gestaltungselemente und die Umsetzung moderner Webdesign-Standards gewährleisten eine ansprechende und effiziente Nutzererfahrung – sowohl für Desktop- als auch für Mobilnutzer:innen. Durch dieses Redesign wird die kunsthistorische Bedeutung der Plattform nicht nur bewahrt, sondern in einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Weise weiterentwickelt.