Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive


Michelle Eigenseer & Samra Mohamed

Kontext
Cranach Digital Archive (CDA)
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2024/25
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Das Ziel der Projektaufgabe 2024/25 im Modul Screendesign war die Entwicklung eines modernen und zugleich zurückhaltenden Designs für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive (CDA). Das neue Gestaltungskonzept sollte sich an den Designprinzipien von Kunst- und Kulturinstitutionen orientieren: Klarheit, Struktur und eine unaufdringliche, aber visuell ansprechende Gestaltung. Die Inhalte und Kunstwerke sollten im Mittelpunkt stehen, während das Interface eine einfache, intuitive Nutzung ermöglichen sollte. Ein weiteres zentrales Element des Konzepts war der Desktop-First-Ansatz, der aber auch eine funktionale und optisch ansprechende Nutzung auf mobilen Endgeräten sicherstellt.

Die Orientierung für den Nutzer wird erleichtert, indem Typografie bewusst eingesetzt wird, großzügige Weißräume geschaffen werden und Layouts klar strukturiert sind. Die Wahl der Typographiegestaltung präsentiert deutlich und gut lesbare Texte, was eine wissenschaftliche Nutzung fördert. Um die Kunstwerke hervorzuheben und die Harmonie mit den Such- und Archivalienbereichen der Website zu wahren, bleibt die Farbpalette dezent. Interaktive Elemente werden durch eine subtile Akzentfarbe hervorgehoben, wobei sie nicht von den Inhalten ablenken. Die Struktur der Startseite ist modular aufgebaut, was eine flexible Erweiterung ermöglicht. Die Gestaltung der Inhaltsseiten nutzt verschiedene Designelemente wie Akkordeons oder scrollbare Textboxen, um eine ausgewogene Balance zwischen Text und Bild zu schaffen. So werden zudem essentielle Inhalte prominent dargestellt, wohingegen sekundäre Informationen nur dezent eingebaut wurden.

Neben dem Überblick bietet die Startseite schnelle Zugänge zu essentiellen Themenbereichen wie den Cranachern oder Luther, schafft allerdings außerdem einen Einblick in die aktuellen Nachrichten oder Forschungsergebnisse. Die Navigation weist eine klare Struktur auf, was es sowohl dem Fachpublikum als auch interessierten Laien erleichtert, sich zurechtzufinden. Sie wurde mit dem Ziel gestaltet, den Nutzern einen intuitiven Wechsel zwischen den unterschiedlichen Bereichen zu ermöglichen.

Da auf mobilen Geräten der Platz begrenzt ist, wurden einige Module angepasst und durch Popups ersetzt oder erweitert. Sie gewährleisten eine effiziente Nutzung des verfügbaren Raums, ohne die Informationsdichte zu reduzieren. Um eine übersichtliche Darstellung zu garantieren, wurden längere Texte zum Beispiel in ausklappbaren Bereichen platziert.

Mit dem neuen Design präsentiert sich das Cranach Digital Archive modern, attraktiv und benutzerfreundlich – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Kunsthistorikern, Architekten und der allgemeinen Öffentlichkeit. Dank des modularen Aufbaus ist eine Erweiterung problemlos möglich, sodass zukünftige Funktionen integriert werden können. Die Verbindung einer klaren Struktur mit großflächigen visuellen Elementen und einer flexiblen Navigation schafft eine überzeugende Balance zwischen wissenschaftlicher Tiefe und einfacher Zugänglichkeit. Diese Umgestaltung stellt somit eine moderne Antwort auf die digitale Vermittlung von Kunst und Forschung dar.