Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive


Moritz Grass & Julien Hetzl

Kontext
Cranach Digital Archive (CDA)
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2024/25
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Die vorliegende Projektarbeit wurde im Wintersemester 2024/25 im Modul Screendesign entwickelt und beschäftigt sich mit der Umsetzung eines Gestaltungs- und Interaktionskonzepts für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive (CDA). Das CDA ist ein 2009 gegründetes Forschungsprojekt, an dem das Museum Kunstpalast Düsseldorf und die Technische Hochschule Köln beteiligt sind. Es dient der digitalen Erschließung der Werke von Lucas Cranach. Ziel ist es, die veraltete Seite neu zu gestalten und sie verständlich und zugänglich für sowohl professionelle Nutzer (z. B. Kunsthistoriker:innen, Kostümbildner:innen etc.) als auch interessierte Laien zu machen. Dabei soll eine, typisch für Seiten im Kultur- und Kunstbereich, klare, geradlinige und interessante Designsprache verwendet werden.

Vor der Umsetzung wurden umfangreiche Recherchen durchgeführt sowie Vergleiche mit Konkurrenz- bzw. ähnlichen Seiten durchgeführt, um das CDA auf den neuesten Stand zu bringen.

Nach Untersuchung der bestehenden CDA-Website kamen verschiedene tragende Probleme des aktuellen Designs ans Licht. Eine veraltete und triste Optik, eine fehlende hierarchische Struktur sowie eine verschachtelte und unübersichtliche Seitennavigation. Auch informative Abschnitte im redaktionellen Bereich leiden unter fehlender Navigationsstruktur. Jede Inhaltsseite,”Cranach”, “Luther” oder “Über uns” und “Partner”, hat dasselbe Layout, wodurch die Unterscheidung zwischen redaktionellen und informativen Seiten erschwert wird. Somit lag das primäre Ziel darin, eine neue Navigation in ein modernes, zeitgemäßes Design Konzept einzubetten.

Die Navigation wurde daher auf jeder einzelnen Homepage einheitlich neu gestaltet und immer an der Oberseite des Bildschirms gebunden (Sticky). Somit kann der Nutzer, gelöst vom aktuell betrachteten Seitenabschnitt, einfach und übersichtlich die Seite navigieren. Auch auf den Inhaltsseiten wurde die Navigation erneuert und vereinfacht, indem sie in eine Seitenleiste eingefügt wurde und auch mit dem gelesenen Text mitwandert und sie dem Nutzer ermöglicht, zwischen den Textabschnitten zu springen. Außerdem wurden visuelle und strukturelle Unterschiede eingeführt, die die Navigation und Nutzerführung klarer und intuitiver machen.

Textlastige Inhalte werden auf der Startseite durch Slide-Elemente verkörpert, diese rotieren automatisch und locken den Nutzer zum Besuch der tatsächlichen Inhaltsseiten. Ähnlich zu anderen Plattformen wird der gewonnene Raum durch große Designelemente genutzt, die flächig die Werke von Cranach, aber auch Informationen über das Archiv oder die Partner darstellen.

Dadurch erfolgt eine klare Trennung von Gestaltungs- und Informationselementen. Während die Startseite durch ein kreativeres Design einen lockenden Eindruck hinterlässt, halten sich die informativen Abschnitte immer noch schlicht und übersichtlich. Dies ermöglicht einen einfachen Informationsgewinn ohne Einbußen für den Laien, welcher durch ansprechende Darstellung trotzdem angesprochen wird.

Die Mock-ups orientieren sich am Styleguide der CDA-Suche und Artefakt-Seiten. Zur Harmonisierung wurde das Design auf Weiß, Graustufen und Gelb als Akzentfarbe reduziert und sieht dadurch aufgeräumt und raffiniert aus. Auch die dargestellten Gemälde werden dadurch in den Vordergrund gestellt.

Um potentiellen Problemen vorzubeugen, wurden alle Seiten auf visuelle Barrierefreiheit geprüft und editiert, sodass kein eigener Modus nötig ist. Die verwendeten Illustrationen können und sollen nach belieben editiert werden.