Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive


Karina Schaab & Ceyda Selimoglu

Kontext
Cranach Digital Archive (CDA)
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2024/25
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Im Rahmen des diesjährigen Projekts wurde der redaktionelle Teil des Cranach Digital Archives (CDA) sowie drei Inhaltsseiten des CDAs umgestaltet. Mit seinem unvergleichbaren Sortiment von digitalisierten Gemälden des Lucas Cranach dem Älteren, seiner Söhne und seiner Werkstatt ist das CDA die zentrale Anlaufstelle für Kunsthistoriker:innen, Wissenschaftler:innen, Forschende und interessierte Öffentlichkeit für seine Werke. Das Archiv stellt hochauflösende Bilder von Kunstwerken sowie Dokumentation von Forschungsergebnissen zur Verfügung. Zudem stellt sie detaillierte Filteroptionen für intensive Sucharbeiten bereit.

Ziel des Projektes ist es, den redaktionellen Teil des CDAs sowie drei Inhaltsseiten durch eine Entwicklung eines Designkonzeptes umzugestalten. Der Auftrag wird mit Blick auf die Zielgruppe geplant. Um dieses zu ermöglichen, wird ein simples und professionelles Design gewählt, welches sich an den Styleguide hält. Zudem sollen Features zur Barrierefreiheit angestrebt werden. Für die Nutzerfreundlichkeit sollen kontrastreiche Elemente verwendet werden, um eine schnelle Orientierung und Weiterleitung zu ermöglichen.

Zunächst fällt auf, dass die Menüleiste unübersichtlich ist. Dies wurde verändert, indem die Unterpunkte deutlich unter ihre Kategorie eingeordnet wurden. Zudem wurde ein CDA-Logo über das Hamburger-Menü gepackt. Dadurch, dass das Logo des CDAs im Kontrast zum verschwommenen Header steht, wird der Fokus darauf gelenkt. Durch die Platzierung des Logos über das Hamburger-Menü fällt das Auge darauf. Dies dient als verbesserte Nutzerführung der Webseite. Außerdem wurde ein Kontrast durch den verschwommen Header und den roten Icons der Sprache und Barrierefreiheit geschaffen. Dadurch werden die Icons für ein leichtes Finden in den Vordergrund gezogen. Zur Ergänzung der Barrierefreiheit werden folgende Optionen hinzugefügt: “Webseite vorlesen”, “Schriftgröße” verändern, “Nachtmodus”, Kontrastmodus”, “Blaufilter” und “Zurücksetzen”, um wieder auf die Ausgangsseite zu gelangen.

Als nächstes wurde der Header mit den sich bewegenden Bildern verkleinert und in gleicher Größe neben der Weiterleitung zu der Literatur, den Gemälden und den Archivalien gepackt. Dies dient dazu, dass die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Bilder gezogen wird. Dadurch, dass die Links zu den Gemälden in einem sättigenden Gelb stehen, wird dem Besucher die Weiterleitung bekannt gemacht. Die Raster-Muster Anordnung wurde gebrochen und stattdessen “Aktuelles” in den Vordergrund gestellt. Beim Hovern der Maus darüber wird ein Auszug aus dem aktuellen Bereich angezeigt. Neben diesen befinden sich Kästchen, die zu den Artikeln führen. Durch Pfeile oben links wird signalisiert, dass das Anklicken dieser zu den Artikeln führt. Dadurch, dass die Anordnung zu dem Beschriebenen geändert wurde, wird ein langes Scrollen verhindert und die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, ohne von zu langen Texten überwältigt zu werden. Die Besucher können dadurch gezielt zu den Artikeln.

Zuletzt wurde für informierte, nicht-wissenschaftliche Besucher ein Video am Ende der Seite gepackt. Die Platzierung des Videos und der Artikel basieren auf einer priorisierten Gewichtung der Zielgruppen. Die primäre Zielgruppe besteht aus informierten Besuchern wie Kunsthistoriker:innen und die zweite besteht aus interessierter Öffentlichkeit. Im Footer wurde erneut das Logo des CDAs vergraut eingepackt, um sich der Umgebung des Footer anzupassen. Informationen wie Impressum, Kontakt, FAQ etc. sind zusammen mit den Sponsoren in den Footer gepackt worden. Dadurch findet man alle Informationen auf einen Blick. Die Inhaltsseiten wurden so umstrukturiert, dass die Links zu den Absätzen und die Links zu anderen Artikeln getrennt wurden, sodass es klar erkenntlich ist. Als nächstes wurde der Text nebeneinander gepackt, sodass es wie ein Buch gelesen werden kann. Mit jedem Scrollen wird dieses Format fortgeführt. Ein Auszug der mobilen Ansicht der Webseite ist in den Bildern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gesetzten Ziele erreicht wurden. Das Designkonzept besteht aus simplen, kontrastreichen Elementen, welches die Nutzer durch die Webseite leiten. Es enthält Features der Barrierefreiheit, die auf der aktuellen Webseite fehlen. Die Reduzierung des Textes und der Länge der Seite soll mit Hilfe von Akzenten und Farbe die Nutzerführung verbessern. Zudem ermöglicht sie einen erleichterten Zugang zu den Inhalten und beugt ein langes Scrollen vor. Die Inhaltsseiten wurden umstrukturiert, um eine buch-ähnliche Leserichtung anzubieten.