Redesign für den redaktionellen Bereich des Cranach Digital Archive


Meryem Selo & Elif Tuerker

Kontext
Cranach Digital Archive (CDA)
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2024/25
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Im Rahmen dieses Projekts bestand unser Auftrag darin, die Startseite und drei Inhaltsseiten des ,,Cranach Digitale Archive” neu zu gestalten, um das bislang sehr statische und monotone Design einladender und interessanter zu machen. Unser Ziel war es eine klarere, ansprechendere Informationsstruktur zu schaffen, indem wir zentrale Inhalte wie Bilder, Videos und Navigation ausreichend in den Fokus stellen. Dadurch wirken die Seiten gleich farbenfroher und lebendiger. Neben den Bildern und Videos stellten wir auch die Auflistung der digitalen Ressourcenübersicht mehr in den Fokus, die als Eye-Catcher dienen und Interesse wecken soll.

Die Aufteilung des White Space der ursprünglichen Startseite wirkte unharmonisch und ungenügend, weswegen wir versuchten bei unserem Design der Startseite mehr White Space zu schaffen, der auch für Abstand zwischen den nicht zugehörigen Bildern, Videos und anderen Elementen schafft, wodurch der Fokus auf die einzelnen Elemente nochmal betont werden soll. Während wir uns bei der Startseite darauf fokussierten, dass sie lebhafter und farbenfroher wirkt, strebten wir bei den Inhaltsseiten jedoch eher eine etwas zurückhaltendere visuelle Sprache an. Dadurch sollte bei der Startseite Interesse geweckt werden und der Fokus eher auf den Bildern und Videos liegen, während bei den Inhaltsseiten wiederum der Fokus auf den Informationen und dem Inhalt liegt. Bei den Inhaltsseiten haben wir uns für Über Lucas Cranach, Forschung und Aktuelles entschieden, da wir besonders an diesen Seiten unsere verschiedenen Möglichkeiten der Interaktivität darstellen konnten. Bei unserem Designkonzept strebten wir eine Balance zwischen klassischen Renaissance-Elementen und modernem Webdesign an. Die Farbgebung bleibt dezent mit überwiegend hellen Hintergründen und gelben Akzenten, um mit der Suche und den Artefakt-Seiten zu harmonisieren.

Um die statische Wirkung der ursprünglichen Seite aufzubrechen, fokussierten wir uns auf mehr Interaktion und Bewegung. Ein zentrales Anliegen war es nämlich, die Informationsflut zu reduzieren, indem weniger Informationen gleichzeitig sichtbar sind, um eine Überforderung der Nutzer zu vermeiden. Statt alle Inhalte gleichzeitig darzustellen, erhalten Nutzer die Möglichkeit durch Interaktionen, gezielt auszuwählen, welche Informationen sie abrufen möchten - beispielweise durch ein- und ausklappbare Elemente, themenspezifische Sprungmarken oder Einblendung relevanter Informationen beim “hovern” mit der Maus. Dieses Prinzip haben wir ebenfalls für das Menü übernommen, was wir deutlich minimiert haben. Die Verwendung von unterschiedlichen geometrischen Formen - wie zum Beispiel bei der Navigation zu den Artefakt-Seiten – erzeugt ebenfalls den Anschein von mehr Bewegung. Um die Website für eine größere Nutzergruppe zugänglicher zu machen und Barrierefreiheit zu schaffen, wurde gerade deswegen auch darauf geachtet, nicht nur Farben zur Strukturierung einzusetzen, sondern primär auch Bewegungselemente und Icons. Dadurch profitieren beispielweise Menschen mit Sehschwächen bei Farben oder ADHS von einer klareren, weniger überfordernden Nutzererfahrung.