Redesign Web Frontend der Veranstaltungsübersicht am Campus Gummersbach


Miriam Purushotham & Samuel Stachwitz

Kontext
TH Köln, Campus Gummersbach
Modul
Screendesign
Semester
Wintersemester 2025/26
Studiengang
Medieninformatik Ba.

Im Rahmen des Screendesign-Projekts 2025/26 haben wir die Hochschulplanungs-Software HOPS der TH Köln neu gedacht. Ausgangspunkt war für uns das bestehende System, das in vielen Bereichen nicht mehr zeitgemäß ist. Es wirkt veraltet, ist stark auf den Desktop ausgelegt und bietet insgesamt nur eine eingeschränkte Benutzerfreundlichkeit. Vor allem für Studierende ist die Nutzung dadurch unnötig kompliziert und wenig flexibel.

Unser Ziel war es, eine Lösung zu entwickeln, die sich schnell und intuitiv nutzen lässt und überall funktioniert. Deshalb haben wir den Fokus bewusst auf Studierende gelegt, da sie den größten Teil der Nutzenden ausmachen. Besonders wichtig war uns dabei die mobile Nutzung, weil Stundenpläne oft unterwegs und unter Zeitdruck aufgerufen werden. Unser Konzept ist deshalb klar mobile gedacht und darauf ausgelegt, Informationen ohne Umwege zugänglich zu machen.

Ein zentraler Punkt unseres Designs ist die Abkehr vom klassischen Kalender. Statt einer festen Wochenstruktur haben wir eine Tagesansicht entwickelt, die wie ein Ablauf funktioniert. Studierende orientieren sich im Alltag weniger an Uhrzeiten, sondern eher daran, was als Nächstes ansteht. Genau dieses Verhalten greifen wir auf. Die Inhalte sind als fortlaufende Liste aufgebaut, durch die man einfach scrollen kann. So entsteht ein klarer, verständlicher Überblick über den Tag. Zusätzlich gibt es eine 5-Tage-Ansicht, die sich auf die tatsächliche Studienwoche konzentriert. Wochenenden haben wir bewusst weggelassen, da sie für die meisten Studierenden keine Rolle spielen. In dieser Ansicht geht es vor allem darum, schnell zu erkennen, wie die Woche strukturiert ist und ob es Überschneidungen gibt. Ein weiteres wichtiges Element ist unser Filterkonzept. Wir wollten vermeiden, dass Nutzer*innen sich erst durch unnötige Informationen arbeiten müssen. Deshalb zeigt das System von Anfang an nur das an, was wirklich relevant ist. Inspiriert vom Prinzip des Guided Shopping werden nur belegte Module und tatsächliche Veranstaltungen angezeigt. Das sorgt für mehr Klarheit und reduziert den Aufwand bei der Orientierung.

Auch die visuelle Umsetzung unterstützt diesen Ansatz. Veranstaltungen werden als Cards dargestellt, in denen alle wichtigen Informationen gebündelt sind. Die Zeitangaben sind direkt in die Cards integriert und nicht separat angeordnet. Dadurch rückt der Ablauf stärker in den Fokus und die Inhalte lassen sich schneller erfassen. Bei der Interaktion haben wir darauf geachtet, dass sich die Nutzung möglichst ruhig und konsistent anfühlt. Man bewegt sich größtenteils auf einem Screen, während sich die Inhalte anpassen. Dadurch entstehen weniger Brüche und die Orientierung bleibt erhalten.

Gestalterisch orientiert sich unser Konzept am Corporate Design der TH Köln. Wir haben uns für einen klaren White Mode entschieden, um eine vertraute und gut lesbare Oberfläche zu schaffen, die sich problemlos in den bestehenden Kontext einfügt.

Insgesamt zeigt unser Entwurf, dass Hochschulplanung deutlich einfacher funktionieren kann, wenn man sich konsequent am Alltag der Studierenden orientiert. Statt eines komplexen Systems entsteht so ein Werkzeug, das sich selbstverständlich in den Tagesablauf integriert und schnell nutzbar ist.