Im Rahmen des Projekts wurde die Veranstaltungsübersicht des Hochschulplanungssystems untersucht und grundlegend überarbeitet. Mit dem Ziel, sie stärker an die Anforderungen von Studierenden anzupassen. Zu Beginn führten wir eine Nutzerbefragung innerhalb der Zielgruppe durch, bei der insbesondere Personen einbezogen wurden, die das System regelmäßig verwenden. Die Auswertung zeigte wiederkehrende Schwierigkeiten: wiederholte Anmeldeprozesse, das erneute Festlegen von Studiengang und Einstellungen, sowie eine erschwerte Auffindbarkeit relevanter Inhalte. Hinzu kamen eine unklare Struktur, inkonsistente Darstellung und fehlende visuelle Orientierung. Diese Faktoren führten insgesamt zu einer als umständlich und ineffizient empfundenen Nutzung.
Darauf aufbauend wurde nicht nur die visuelle Gestaltung überarbeitet, sondern auch der Funktionsumfang erweitert. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Funktionen wie Favoriten und differenzierte Einstellungen ermöglichen es, den eigenen Stundenplan gezielt zu strukturieren und häufig benötigte Termine schneller zu erreichen. Gleichzeitig wurde der Zugriff auf wesentliche Informationen vereinfacht, sodass Angaben zu Zeit, Ort und Datum unmittelbar sichtbar sind und ohne zusätzliche Schritte abgerufen werden können. Die Anwendung wurde in mehrere Ansichtsformen gegliedert, um unterschiedliche Planungsperspektiven abzudecken. Dazu zählen eine effiziente Terminansicht, sowie eine Wochen- und Monatsübersicht. Während mobile Endgeräte eine kompakte und klar strukturierte Darstellung erhalten, bietet die Desktop-Version zusätzlich eine erweiterte Option für eine langfristige Organisation. Beide Varianten sind funktional gleichwertig, berücksichtigen jedoch gezielt die jeweiligen Nutzungssituationen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Informationsvermittlung. Die Oberfläche zeigt zunächst nur die wichtigsten Inhalte, um Überforderung zu vermeiden. Detaillierte Angaben werden erst bei Interaktion sichtbar, wodurch eine klare Struktur erhalten bleibt, ohne auf Informationsvielfalt zu verzichten. Der gestalterische Ansatz folgt dem Prinzip, eine intuitive, flexible und übersichtliche Lösung zu schaffen. Inhalte werden reduziert und visuell hervorgehoben, sodass Termine schnell erfassbar sind. Farbige Markierungen ermöglichen die individuelle Kennzeichnung von Modulen und unterstützen so die persönliche Orientierung innerhalb des Stundenplans. Ergänzend dazu werden Icons eingesetzt, die den jeweiligen Veranstaltungstyp innerhalb eines Moduls visualisieren und eine schnelle inhaltliche Einordnung erlauben. Auch die Navigation wurde bewusst klar und konsistent gestaltet. Wichtige Bereiche sind jederzeit erreichbar und logisch voneinander getrennt. Während auf größeren Bildschirmen eine seitliche Struktur die Orientierung unterstützt, werden Inhalte auf mobilen Geräten stärker vertikal organisiert.
Besonderer Wert wurde zudem auf die Anpassung an bestehende visuelle Strukturen gelegt. Durch die Orientierung am Design der TH Köln und angrenzender Plattformen wie ILU entsteht ein vertrauter Eindruck, der die Einarbeitung erleichtert. Farbgebung, Typografie und Gestaltungselemente greifen bestehende Konzepte auf und sorgen für eine stimmige Integration.
Auch das Logo von HoPS wurde bewusst an das bestehende Erscheinungsbild von ILU angelehnt. Durch die Verwendung kleiner farbiger Quadrate sowie einer typischen Farbstruktur entsteht eine klare visuelle Verbindung zur Identität der Hochschule. Diese gestalterische Nähe sorgt dafür, dass das System vertraut wirkt und sich nahtlos in die bestehende digitale Umgebung einfügt, ohne als fremdes oder isoliertes Produkt wahrgenommen zu werden.
Insgesamt entstand durch das Redesign eine klar strukturierte und benutzerfreundliche Anwendung, die die zuvor identifizierten Probleme gezielt behebt. Wichtige Informationen sind schneller zugänglich, Abläufe wurden vereinfacht und die Nutzung wirkt insgesamt intuitiver und effizienter, wodurch Studierende ihren Studienalltag besser organisieren können.