Das Ziel der diesjährigen Projektarbeit des Moduls Screendesign ist die visuelle und funktionale Neugestaltung des Hochschulplanungsystems HoPS der Technischen Hochschule Köln. Um den Anforderungen an ein modernes Campus-Management gerecht zu werden, wurde das bisherige Frontend-Interface grundlegend überarbeitet und in eine moderne und nutzerzentrierter Benutzeroberfläche überführt. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Entwicklung eines responsiven Designs, welches die Usability auf verschiedenen Endgeräten, wie beispielsweise Smartphones und Desktops gewährleistet und somit Studierende und Lehrende effizient in ihrem Studienalltag unterstützt. Die Benutzeroberfläche orientiert sich dabei visuell an der bestehenden Gestaltungssprache der TH Köln.
Im Mittelpunkt des Designs steht die dynamische Anpassung an das jeweilige Endgerät. Auf dem Desktop wird die große Bildschirmfläche für eine kombinierte Ansicht genutzt: Während die Monatsansicht zur langfristigen Orientierung dient, erlaubt die Tagesansicht den Fokus auf unmittelbare Termine. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die mobile Ansicht im Hochformat auf eine kompakte Ansicht des Stundenplans in Form einer Wochenübersicht oder einer Tagesansicht, um sowohl den Zeitraum einer ganzen Woche als auch die Termine eines Tages auf einem schmalen Screen darzustellen und dabei optimale Lesbarkeit zu gewährleisten. Für eine flexiblere Nutzung wurde ebenfalls ein Landscape-Modus implementiert, welche die horizontale Breite eines Smartphones nutzt.
In Anlehnung an das Gesetz der Nähe wurden essenzielle Daten, wie Modulkürzel und Raumnummer in der Standardansicht als kompakte Kachel gruppiert. Erst durch eine Klick-Interaktion erweitern sich die Karten und stellen detaillierte Modulinformationen, Dozierende und ECTS-Punkte dar, damit das Interface übersichtlich bleibt und nicht überladen wirkt. Die Verwendung von ausfahrbaren Kacheln folgt dem Ziel, die Navigationstiefe zu minimieren. Anstatt den Nutzer auf eine neue Unterseite zu führen, bleiben die Details im aktuellen Sichtfeld. Der bewusste Einsatz von Weißraum zwischen den Kacheln sorgt dafür, dass die einzelnen Veranstaltungen voneinander abgegrenzt werden. Um unterschiedliche Veranstaltungstypen zu kennzeichnen, sind die Kacheln nach Vorlesungen, Übungen und sonstigen Terminen farblich kodiert. Dies ermöglicht es den Nutzern, die Struktur ihrer Woche zu erfassen, noch bevor sie die textlichen Inhalte der einzelnen Kacheln gelesen haben. Ein Benachrichtigungspanel, welches über eine Swipe-Up-Geste aufgerufen wird, informiert den Nutzenden unmittelbar über kurzfristige Änderungen, ohne das Interface dabei visuell zu überladen. Da wichtige Statusveränderungen oft schnell erfasst werden müssen, erlaubt diese Geste einen intuitiven Zugriff, ohne die Griffposition verändern zu müssen und optimiert die Einhandbedienung.
Die Navigation innerhalb des Systems erfolgt über eine Sidebar, in welcher der Nutzende Zugriff auf den Raumplan, den aktuellen Speiseplan der Mensa und den Einstellungen, sowie eine Weiterleitung zum ILU oder dem PSSO erhält, sodass sich das System optimal an den Bedürfnissen seiner Nutzer orientiert. Die Darstellung durch eine Sidebar ermöglicht hierbei, dass die Timeline weiterhin sichtbar bleibt. Durch die ausfahrbare Suchleiste und den Filtern im dazugehörigen Dropdown-Menu können Nutzende gezielt nach Räumen, Modulen oder Dozierenden suchen.
Um die Sicherheit und Personalisierung zu gewährleisten, ist der Zugriff auf individuelle Pläne und das integrierte Raumbuchungstool an das Login mit der Campus-ID gebunden. In der Raumplanung werden die verfügbaren Räume ebenfalls durch eine Kacheloptik visualisiert. Diese Kacheln können ebenfalls, wie auch in der Stundenplanansicht, durch Klicken erweitert werden, wodurch sie detaillierte Informationen angeben und durch einen Button gebucht werden können.