Konzeption und Gestaltung eines Systems zur Evaluierung von Lernfortschritt bei der Implementierung der IntraAct-Methode zum Lesen und Rechtschreiben Lernen in Schulen.


Sebastian Gielen Pereira

Präsentation
03. June 2026, 11:30 Uhr, Raum 3.216
Betreuer
Dennis Dubbert
Kooperationspartner
TH Köln, IntInt GmbH
Stichworte
Menschenzentrierte Systemgestaltung, Lernfortschrittsevaluierung, Lesen und Rechtschreiben Lernen nach dem IntraAct-Konzept
Bildrechte
IntInt GmbH

Abstract

Erfolg bei der frühen Lese- und Schreibbildung hat enorme Folgewirkungen auf die gesamte Schullaufbahn und das spätere Berufsleben. Die genaue Vorgehensweise beim Beibringen dieser Grundfähigkeiten ist eine der Kernfaktoren, die den Lernfortschritt prägen. Die IntraAct-Methode zum Lesen und Rechtschreibenlernen beruht einerseits auf dem IntraActPlus-Konzept. Ein therapeutischer Interventionsansatz, der sich mit der Analyse und Gestaltung der Beziehung zu Bezugspersonen beschäftigt, sowohl in Lern- als auch in Alltagssituationen. Andererseits integriert die Methode Erkenntnisse aus der Forschung zur Effektivität von Übungsbausteinen in Konzepten des Leseunterrichts.

Das Unternehmen IntInt treibt die internationale Verbreitung der Methode voran. Hierbei handelt es sich spezifisch um die Integrierung der Methode in schulische und vorschulische Bildungssysteme. IntInt arbeitet mit Schulen, um die Implementierung der Methode in Klassenräume zu begleiten. Zur Überprüfung des Lernfortschritts der Schüler/innen wird dieser über den Implementierungszeitraum mehrfach evaluiert. Diese Evaluierung dient primär dazu, Eingriffe bei Klassen mit langsamem Fortschritt zu ermöglichen, indem die fachgerechte Anwendung der Methode geprüft wird.

Das Praxisprojekt beschäftigt sich mit der Konzeption und Gestaltung eines dedizierten Evaluierungssystems für den Einsatz in IntInt-Projekten. Das Ziel besteht darin, einen Prototyp des Systems zu entwickeln, der den bestehenden Evaluierungsprozess, welcher durch mehrere Drittanbieter-Werkzeuge umgesetzt wird, in eine einheitliche Plattform bringt. Der grundlegende Ansatz bei der Gestaltung beruht auf den Anforderungen und Empfehlungen für menschzentrierte Gestaltungsgrundsätze und Aktivitäten, die in der ISO-Norm 9241-210 beschrieben werden. Hierbei liegt als Erstes der Fokus auf der Ermittlung der Mängel des bestehenden Prozesses sowie den Bedürfnissen von Benutzer/innen und Stakeholdern. Diese werden dann in der Form von Nutzungsanforderungen und darauf basierten Gestaltungslösungen adressiert. Die erarbeiteten Gestaltungslösungen bilden die Grundlage für die Entwicklung eines MVP-Prototyps (Minimal Viable Product) des Systems aus, in der Form von Use Cases, des Conceptual Designs und interaktiven Wireframes.

Weiterführende Materialien

  • Mehr zu IntInt GmbH: https://www.intint.org
  • Mehr zu IntraAct:
    • IntraActPlus-Konzept: https://www.intraactplus.de/das-intraactplus-konzept/
    • Theorieteil “Lesen und Rechtschreiben nach dem IntraActPlus-Konzept”: https://www.intraactplus.de/wp-content/uploads/2024/05/neuer-Theorieteil-Lesen-und-Rechtschreiben.pdf

Weiterführende Themen

  • Visuellen Prototyp auf Basis der interaktiven Wireframes ausarbeiten und Evaluation der Gebrauchstauglichkeit mit Benutzer/innen durchführen.
  • Entwicklung und ggf. Evaluation eines voll funktionalen Prototyps.